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Statutengesetzgebung der Kommune Vercelli im 13. und 14. Jahrhundert

Untersuchungen zur Kodikologie, Genese und Benutzung der überlieferten Handschriften

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Petra Koch-Lütke Westhues and Universität Münster

Seit dem 12 Jh. verstärkte sich ein Prozeß, in dessen Verlauf die Schrift als Informations- und Dokumentationsmedium mehr und mehr die mündlichen Kommunikationsformen des Frühmittelalters ablöste. Für die Bewältigung der Alltagsprobleme spielte schriftlich fixiertes Recht eine immer wichtigere Rolle. Die beiden Statutenredaktionen der Kommune Vercelli von 1241 und 1341 als Dokumente 'pragmatischer Schriftlichkeit' lassen die Entwicklung der kommunalen Gesetzgebung von den Anfängen im 12. über die Intensivierung im 13. bis zur Erstarrung im 14. Jh. erkennen. Ein Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf dem Codex von 1241, der bis 1252 in einer an politischen Konflikten reichen Zeit in Kraft war und vielfältige Bearbeitungsspuren besitzt. Seine Analyse verdeutlicht die handlungsanleitende Funktion der Schrift und die Abhängigkeit der abstrakten Rechtsnorm von den konkreten Erfordernissen der Rechtspraxis.
Aus dem Inhalt: Entwicklung der Kommune Vercelli - Anfänge der Statutengesetzgebung - Aufbau und Genese der Vercelleser Statutencodices von 1241 und aus dem 15. Jahrhundert (Redaktion von 1341) - Analyse der Bearbeitungsspuren im Codex von 1241 - Wechselwirkungen zwischen Politik und Statutenerlaß 1242-1252 - Kontinuität und Wandel: Vergleich der Statutensammlungen.