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Die Poesie der Throne

Die Juristen in der Fruchtbringenden Gesellschaft

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Edith Grether

Die Studie behandelt Leben und Werk der Juristen in der Fruchtbringenden Gesellschaft, der größten gelehrten Gesellschaft im protestantischen Mitteldeutschland des 17. Jahrhunderts. Ihre Mitglieder verschrieben sich der Pflege der deutschen Sprache und Tugend. Die Auswertung von Leichenpredigten ergibt einen Beitrag zur juristischen Standesgeschichte, in dem die strenge Gliederung des Standes sichtbar wurde. Diese wirkte sich auf den Berufsweg wie auf das Schrifttum der Mitglieder aus. Während die promovierten Gelehrten Räte in lateinischen Werken die Idee des Heiligen Römischen Reiches fortschrieben, stützten die schlechter ausgebildeten Juristen mit ihrer Panegyrik die Throne ihrer unbedeutenden Duodezfürsten. Sie verschrieben sich der Pflege der deutschen Sprache.
Aus dem Inhalt: Lebensweg und Schrifttum der juristisch gebildeten Mitglieder der Fruchtbringenden Gesellschaft, untersucht anhand von Leichenpredigten sowie politischen und poetischen Schriften der Mitglieder - Zeit des Dreißigjährigen Krieges und seiner verfassungspolitischen Auswirkungen auf das Heilige Römische Reich - Panegyrik als Stütze der Throne - Zusammenhang zwischen Sprach- und Tugendpflege mit der innen- und außenpolitischen Stärke des Reiches - Beitrag zur juristischen Standesgeschichte.