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Das Kantbild Schopenhauers

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Walter Meyer

Schopenhauer hat Kants Philosophie nicht aus philologisch-archivarischem Interesse, sondern unter dem Blickwinkel der eigenen Philosophie untersucht. Häufig gibt er Kants Gedanken nur formaliter richtig, aber nicht inhaltlich korrekt wieder. Dennoch hat die kritische Auseinandersetzung ihre Verdienste, und bei manchen Problemen zeigt Schopenhauer auch über Kants Lösungsvorschläge hinausgehende Wege auf. So weist er nach, daß auch nach Kants Demontage der dogmatischen Philosophie noch eine Metaphysik möglich bleibt. In der Ethik zeigt er, daß Kants formale Grundlegung der Ethik das Wesen derselben nicht erschöpft. Die Arbeit bemüht sich um eine sachliche Würdigung des Kantbildes Schopenhauers und um eine Klärung seiner Bedeutung für die Philosophie unserer Zeit.
Aus dem Inhalt: Schopenhauers Rezeption und Kritik der Erkenntnistheorie Kants - Das Problem der Erfahrung und das Ding an sich - Die Antinomienlehre - Das Problem der Willensfreiheit - Schopenhauers Sicht der kantischen Begründung der Ethik - Metakritik an Schopenhauers Kritik des kantischen Sittengesetzes.