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Steuerreform und Katasterkartographie im Fürstentum Fürstenberg im 18. Jahrhundert

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Daniel Wesely

Auch im Fürstentum Fürstenberg, einem Konglomerat verschiedener Herrschaftstitel im deutschen Südwesten, wurden im 18. Jahrhundert die Steuern keineswegs einheitlich eingezogen. Die Besteuerungsprinzipien im Fürstentum änderten sich von Ortschaft zu Ortschaft: ein unhaltbarer Zustand angesichts des herrschenden aufgeklärten Rationalismus. Doch, wie sollte eine Reform aussehen, da sich Theorie und Begrifflichkeit der Staatsökonomie noch im Experimentierstadium befand? Wie lösten die anderen Territorien dieses Problem? Aber die Untersuchung der theoretischen Hintergründe bildet nur einen weil dieses Buches: Fragen zur praktischen Umsetzung und Finanzierung dieses Projektes, an dessen Ende eine flächendeckende Kartierung stehen sollte, schließen sich an. Die Menschen, welche an diesem Werk beteiligt waren, finden ebenso Berücksichtigung; Wer waren diese Geometer, die mit ihren einfachen Meßinstrumenten Markung um Markung aufnahmen, und deren z.T. künstlerisch ausgestalteten Pläne heute noch fast vollständig erhalten sind? Der dritte Themenkomplex wendet sich den Karten und Plänen als besondere Quelle landesgeschichtlicher Forschung zu. In exemplarischer Weise werden Ansätze und Methoden kartographischer, kunsthistorischer und historischer Auswertung vorgestellt.
Aus dem Inhalt: Ökonomische und geistesgeschichtliche Einbindung des Reformvorhabens - Renovationswesen und Renovationsablauf - Das Vermessungspersonal - Vermessungstechnik - Vorbilder in Wien und Mailand - Finanzierung des Projektes - Kartographische Auswertung des Planwerkes - Maßsysteme - Exemplarische Auswertung eines Planes.