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Die studentische Autonomie im mittelalterlichen Bologna

Eine Untersuchung über die Stellung der Studenten und ihrer Universitas gegenüber Professoren und Stadtregierung im 13./14. Jahrhundert

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Walter Steffen

Die bedeutendsten Schulen des römischen und des kanonischen Rechts entstanden im 11./12. Jahrhundert in Bologna. Wohlhabende Studenten aus ganz Europa strömten hierher und wurden von Stadtbehörden, Päpsten und Kaisern mit zahlreichen Privilegien umworben. Dadurch sicherte sich die «Universitas» der Studenten im Verlaufe des 13. und 14. Jahrhunderts eine weitgehende Selbstverwaltung: Sie wählte den Rektor aus ihrer Mitte, berief neue Professoren und setzte Professorensaläre, Prüfungsgebühren, Bücherpreise und Mietzinse fest. Mit einem geheimen Stab von Denunzianten kontrollierte der Rektor die Arbeit der Professoren und bestrafte säumige, abschweifende oder zu spät kommende Dozenten mit empfindlichen Geldbussen.
Aus dem Inhalt: Bologna als Zentrum der Rechtswissenschaft - Entwicklungsphasen der studentischen Autonomie - Studentenzahlen und städtische Ökonomie - Rektoren- und Professorenwahlen durch Studenten - Freizeit, Feste und Vergnügungen der Studenten - Die Ausstrahlung des Bologneser Modells - Studentische Autonomie im Mittelalter und heute - Die Verfassung der Juristenuniversitas - Die Professorensaläre - Examen und Promotionsfeierlichkeiten - Die Studentenwerbung.