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Vom Jesuitenkolleg zum humanistischen Gymnasium

Zur Geschichte des Deutschunterrichts in Bayern zwischen Gegenreformation und Gegenwart am Wilhelmsgymnasium München

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Rolf Selbmann

Am Beispiel des traditionsreichsten Gymnasiums Altbayerns wird eine Geschichte des Deutschunterrichts vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart vorgelegt, die über den Einzelfall hinausweist. Die Studie setzt mit der Gründung des Jesuitenkollegs im Zeitalter der Gegenreformation ein und folgt dann den Spuren der Emanzipation des Deutschunterrichts aus lateinischer, kirchlicher und staatlicher Bevormundung bis hin zu den aktuellen Fragestellungen des Faches. Schwerpunkte bilden die Pädagogik der Aufklärung mit ihrem Konzept der Bürgerschule, die Durchsetzung des Neuhumanismus' in Bayern, die Nationalisierung des Deutschunterrichts im 19. Jahrhundert und die bildungspolitische Restauration nach 1945. Auch die dunklen Kapitel der Kriegszeiten und des «Dritten Reichs» werden nicht ausgespart. Eine umfangreiche Dokumentation ergänzt die Darstellung durch exemplarische, bisher schwer zugängliche oder sogar ungedruckte Quellen zur Schulgeschichte und zum Deutschunterricht.
Aus dem Inhalt: Die Anfänge als Jesuitenkolleg - Aufklärung in Altbayern - Der Kampf um den Neuhumanismus - Bayerische Nation und Deutsches Reich - Hort der Reaktion - Vom Humanismus zum Faschismus - Die Gegenwart - Dokumentarischer Anhang.