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Harmonik und Affektgestaltung in den Lautenkompositionen von Silvius Leopold Weiß

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Ulrike Neu

Silvius Leopold Weiß genoß als der mit Abstand bedeutendste Lautenist der Barockzeit das Ansehen eines Francesco da Milano, John Dowland oder Denis Gaultier. Auf die Qualität der umfangreichen Werkesammlung des Dresdner Hoflautenisten wurde von der Musikwissenschaft zwar immer wieder hingewiesen, die Stilanalyse läßt jedoch noch große Lücken offen. Vornehmlich im Bereich der Harmonik bedienten sich Weiß und Johann Sebastian Bach gleichartiger Kompositionsprinzipien, die hier anhand der formal ungebundenen Préludes und Fantasien eingehend betrachtet werden. Ein erheblicher Teil der Arbeit ist der Untersuchung der Affektgestaltung gewidmet, die im Vergleich mit Johann Sebastian Bach die besondere Bedeutung der Kompositionen von Silvius Leopold Weiß mit zu erklären vermag.
Aus dem Inhalt: Zeitgenössische Urteile und Lebensweg des Lautenisten Weiß - Werkübersicht und Quellenlage - Stilistische Merkmale - Harmonische Analyse der Préludes und Fantasien - Affektgestaltung - Übertragung der Préludes und Fantasien aus dem Faksimiledruck des Dresdner Manuskripts.