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Zeuxis und Prometheus

Die Überwindung des Nachahmungskonzeptes in der Ästhetik der Frühromantik

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Renate Schlüter

Das jahrhundertelang gültige Prinzip der Naturnachahmung, dessen allmähliche Aushöhlung bereits im 18. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem Aufkommen der Genieästhetik beginnt, wird im ersten Dezennium des 19. Jahrhunderts erstmals konsequent in Frage gestellt. Anknüpfend vor allem an Kant und A.W. Schlegel spricht sich Madame de Staël in ihren späteren Schriften gegen die Nachahmung und zugunsten einer individuellen und subjektiven Schöpfung aus. Daß die Werke der Staël nicht nur die französischen, sondern auch die italienischen Frühromantiker mit dem Gedankengut der deutschen Philosophie und Ästhetik vertraut machen, belegt das Beispiel Ludovico di Bremes, der als einer der ersten Autoren Italiens überhaupt zu einer dezidierten Absage an das Nachahmungskonzept gelangt.
Aus dem Inhalt: Nachahmungskonzept und Genieästhetik im 18. Jahrhundert - Die Rolle Madame de Staëls als Mittlerin zwischen deutscher und italienischer Literarästhetik - Die Negierung des Nachahmungskonzeptes bei Ludovico di Breme und Giacomo Leopardi.