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Max Bernstein- Kritiker, Schriftsteller, Rechtsanwalt (1854-1925)

Ein Beitrag zur Literatur-, Rechts-, Zensur-, Kultur-, Sozial- und allgemeinen Geschichte zwischen 1878 und 1925 mit Ausführungen zum «Naturalismus», zur praktischen Anwendung des Sozialistengesetzes, zu Ibsen, Conrad, Gerhart Hauptmann und anderen Zeitge

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Jürgen Joachimsthaler

Max Bernstein (1854-1925) war eine der treibenden Kräfte des kulturellen und gesellschaftlichen Wandels im Kaiserreich. Als Kritiker war er maßgeblich an der Durchsetzung der literarischen und künstlerischen Moderne beteiligt und mobilisierte die Intellektuellen gegen Zensur und Obrigkeit; als Staranwalt der politischen und literarischen Opposition trug er zur öffentlichen Diskreditierung des monarchischen Systems, zur schrittweisen Entwaffnung der Zensur und zur Abschaffung des Sozialistengesetzes bei; als Autor vermittelte er liberale Wertvorstellungen an ein breites Publikum. Zu Beginn der Weimarer Republik bündelten sich diese Tätigkeiten zu einem vehementen Abwehrkampf gegen die drohende Reaktion.
Aus dem Inhalt: Risse in der Überwölbung - München um 1880 - Säkularisierung und Sakralisierung der Kunst - Naturalismus und Öffentlichkeit - Formen der Öffentlichkeit - Zur Geschichte des deutschen Naturalismus-Begriffs - Hannchens Himmelfahrt - Der Komplex Klug - Der Kampf um den «Nathan» - Die Lenbach-Prozesse - Zensur im Kaiserreich.