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Harmonie und Gegenseitigkeit- Kontinuität der Wertvorstellungen bei den Indios in den peruanischen Anden

Kontinuität der Wertvorstellungen bei den Indios in den peruanischen Anden

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Marita Kohmäscher

Grundlegend für die Indios in den peruanischen Anden ist seit präkolumbischen Zeiten die Vorstellung vom Gleichgewicht und der gegenseitigen Ergänzung der Kräfte in der Natur. Diese Vorstellung bestimmt das Verhältnis des Indios sowohl zur Erde und den Tieren als auch zu den Mitgliedern der Gemeinschaft, die bis heute auf der gemeinschaftlichen Nutzung des Bodens und der Verpflichtung zur gegenseitigen Hilfe bei der Arbeit basiert. Ein besonderer Aspekt ist dabei das gleichwertige Verhältnis der Geschlechter zueinander. Die ethnohistorische Untersuchung zeigt die geographischen, politischen und religiösen Faktoren auf, die das Fortbestehen der Normen und Werte gegenüber der westlichen Dominanz ermöglichten. Die oppositionellen politischen Parteien und die Guerillaorganisationen stehen den Zielen des jahrhundertelangen indianischen Widerstandes relativ verständnislos gegenüber.
Aus dem Inhalt: Die Grundprinzipien gegenseitige Ergänzung, Ausgleich und Kollektivität - Erde und Tiere in der Kosmovision - Die Beziehung der Menschen zueinander - Die Beziehung der Geschlechter - Isolation: Bevölkerungszusammensetzung, Siedlungsweise, Verkehrserschließung - Die Politik des «weißen» Staates (Kolonie/Republik) - Religion - 500 Jahre Widerstand - Die «Links»-Parteien und Bauernvereinigungen - Die Guerrilla: Sendero Luminoso - Indianische Basisorganisationen - Die Verteidigung der Kokapflanze.