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Vorläufer der literarischen Sozialisation in der frühen Kindheit - eine entwicklungspsychologische Fallstudie

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Barbara Braun

Die frühen Leseerfahrungen von Kindern innerhalb der Familie werden als bedeutsam für die Entwicklung des späteren Umgangs mit Büchern und Literatur angesehen. Gegenstand der Untersuchung ist zum einen die soziale Situation, in der sich das Kind mit Bilderbüchern beschäftigt: Handlungsroutinen und andere soziale Praktiken beim Mediengebrauch in der Familie werden identifiziert. Zum anderen wird der eigentliche Rezeptionsprozeß unter dem Aspekt kognitiver und sprachlicher Voraussetzungen sowie im Hinblick auf Nutzungsmotive und Rezeptionssteuerungsstrategien des Kindes analysiert. Es wird ein Klassifikationssystem von Formen des Bilderbuchgebrauchs sowie von elterlichen Vermittlungsstrategien entworfen. Diese Studie leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhellung der Fragen nach den grundlegenden Strukturen und Prozessen der Mediensozialisation - hier an der literarischen Sozialisation exemplifiziert.
Aus dem Inhalt: Theoretische und methodische Rahmenkonzepte: Entwicklungspsychologie, Sozialisations-, Spracherwerbstheorie sowie Methodik der Einzelfallanalyse - Empirische Ergebnisse - Synchrone Dimension: sequenzielle Rekonstruktion der Handlungslogik beim gemeinsamen Bilderbuchlesen - Diachrone Dimension: situationskonstituierende Prozesse, Referenzorganisation beim gemeinsamen Bilderbuchlesen, Vermittlungshandeln und Aneignungsformen.