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Der Kirchenkonflikt oder «Kulturkampf» im Berner Jura 1873 bis 1878

Unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche seit der Vereinigungsurkunde von 1815

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Werner Humbel

Die Zürcher Dissertation unternimmt erstmals den Versuch, die heftig geführte Auseinandersetzung zwischen Staat und katholischer Kirche im Zeitraum von 1873 bis 1878 in einer geschlossenen Region der Schweiz gesamthaft darzustellen. Die Arbeit basiert auf umfangreichem Studium von Archivmaterialien und Zeitungen. Die Kulturkampfereignisse werden zeitlich und sachlich verknüpft mit der Problematik um den Anschluss des ehemaligen Fürstbistums Basel an den Kanton Bern und den früheren Bemühungen der Schweizer Liberalen, die Staatshoheit auch auf kirchliche Angelegenheiten auszudehnen. Der Verfasser unterlässt es nicht, den allmählichen Abbau der Kulturkampfbestimmungen bis 1935 gebührend zu berücksichtigen. Er reiht zudem die staatlichen Massnahmen gegen die römisch-katholischen Jurassier auch in den Kreis der Mittel ein, mit denen die Berner Regierung den Jura politisch und wirtschaftlich stärker mit dem alten Kantonsteil verbinden wollte.
Aus dem Inhalt: Das Verhältnis zwischen Staat und Kirche seit 1815 - Die Amtsenthebung von Bischof Lachat - Die Hauptphase des Kulturkampfes 1873 bis 1878 - Die militärische Besetzung einzelner Gemeinden im Jura - Die Krise der Liberalen von 1878 und der Abbau des Kulturkampfes - Das wirtschaftliche Umfeld des Konflikts - Zusammenfassung - Anhänge und Karten - Ausführliche Bibliographie.