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Drogengeschäft und Drogenkrieg

Politische Ökonomie der andinen Kokainproduktion und US-Drogenpolitik in Lateinamerika

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Maria Mittermayer

Nach einer langen Reihe von Rohstoffen und Agrarprodukten sind - in Ermangelung weltmarktfähiger Alternativen - Drogen zum neuen Hauptexportprodukt der Andenregion geworden. Wie vorher vom Weltmarktpreis anderer Rohstoffe hängt jetzt das Überleben hunderttausender Bauern in Südamerika von den Marktchancen der Kokapflanze ab. Daß das Geschäft der Drogenkartelle über das Schicksal ganzer Regionen entscheidet, ist kein besonderes Merkmal der Droge, sondern eine ganz normale Begleiterscheinung des freien Weltmarkts. Die andine Drogenökonomie ist Gegenstand der dargestellten Studie. Das vorliegende Werk untersucht außerdem den US-Drogenkrieg in Kolumbien und analysiert alte Führungsansprüche und neue Schwerpunkte der US-Lateinamerikapolitik nach dem Ende der Ost-West-Konfrontation.
Aus dem Inhalt: Die Drogenökonomie in den Anden: ein Produkt von 500 Jahren Weltmarkteinbindung - Die fertig entwickelte Abhängigkeit Lateinamerikas von den führenden Wirtschaftsnationen - Die Organisation der Drogenproduktion - Bushs «Neue Weltordnung» und Lateinamerika: alte Führungsansprüche und neue Schwerpunkte - Grundlage: Die Hegemonie der USA gegenüber ihren südlichen Nachbarn - War against drugs in den Anden: eine zeitgemäße Spielart des US-Ordnungsanspruches in Lateinamerika - Das Instrumentarium zur Durchsetzung - Bushs Drogenpolitik in Lateinamerika.