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Rückzüge und Aufbrüche.- Zur DDR-Literatur in der Gorbatschow-Ära

Zur DDR-Literatur in der Gorbatschow-Ära

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Claudia Schmidt

Diese Untersuchung rekonstruiert die Utopiepotentiale in Prosa und Dramen der DDR-Literatur, um sie vor dem Horizont gesellschaftlicher Stagnation während der Gorbatschow-Ära in ihrer literarischen und sozialen Relevanz zu bewerten. Hierfür bilden die literaturkritischen Implikationen des Utopiebegriffs von Ernst Bloch das theoretische Fundament. Die ausgewählten Texte stehen stellvertretend für drei Schriftstellergenerationen - Literatur von staatsnahen älteren Schriftstellern wird mit solcher der skeptischen mittleren Generation und schließlich mit Texten von unzufriedenen jüngeren Autoren konfrontiert. Zwei Dramen von Volker Braun stehen im Mittelpunkt, da sie besonders geeignet scheinen, Möglichkeiten und Grenzen des utopischen Denkens in der DDR aufzuzeigen.
Aus dem Inhalt: Zum Verhältnis von Utopie und Literatur in einer stagnativen Gesellschaft - Der Utopiebegriff Ernst Blochs - Affirmation und Beharrung (Rudi Strahl, Erik Neutsch, Hermann Kant) - Die Antinomie des gleichzeitigen Dafür- und Dagegenseins (Volker Braun, Helga Königsdorf) - Auf der Suche nach neuen Gewißheiten (Kerstin Hensel, Thomas Böhme).