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«The Novel Ends Well That Ends Faithfully»

Strategien der Konfliktlösung im Romanwerk von William Dean Howells

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Birgit Wetzel-Sahm

Die Arbeit untersucht 34 Romane von W.D. Howells zwischen 1861 und 1920. Der methodische Ansatz orientiert sich an der neo-aristotelischen Plottheorie und an Studien zur closure. Teil I behandelt die Lösungsstrategien des Liebes- und Ehekonfliktes, Teil II des gesellschaftlichen Konfliktes. Die jeweiligen Lösungsstrategien werden mit Hilfe eines Forschungsüberblickes über den sentimentalen Roman, den Aufsteigerroman sowie über den amerikanischen Erfolgsmythos in einen literatur- und geistesgeschichtlichen Bezugsrahmen gesetzt. Anschließend werden Howells' literatur- und systemkritische Beiträge im Hinblick auf diese vorherrschenden Paradigmen und Ideologien analysiert. Mit Hilfe eines taxonomischen Überblicks werden die Lösungsstrategien bestimmt, bevor anhand von insgesamt fünfzehn Romanen die unterschiedlichen Strategien exemplarisch vorgeführt werden. Die Untersuchungen ergeben, daß der Autor sich traditioneller Plotmuster bedient, mit seinen Lösungsstrategien aber von diesen Paradigmen abweicht. Gerade Schlußdialoge oder epiloghafte Erzählerkommentare unterminieren oftmals das scheinbare Happy-End.
Aus dem Inhalt: Closure, Romanende - Neo-aristotelische Plottheorie - Heirat und Tod als konventionelle Schlüsse - Sentimentalität - Howells' Literaturkritik - Lösungen des Liebes- und Ehekonfliktes im Howells-Roman - Erfolgsmythos und sozialer Aufstieg in der amerikanischen Geistesgeschichte - Howells' Gesellschaftskritik - Lösungen des gesellschaftlichen Konfliktes im Howells-Roman.