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Fatum, Fluch und Ironie

Zur Idee des Schicksals in der Literatur von der Aufklärung bis zur Romantik

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Saskia Schottelius

Die Bedeutung des Schicksals für den Menschen hat bis heute nichts an ihrer Faszination eingebüßt: Sowohl pädagogische, soziale und politische als auch biologische und psychologische Einflüsse und Auswirkungen können unter der Idee des Schicksals gefaßt werden und fordern zu immer neuer wissenschaftlicher oder künstlerischer Auseinandersetzung heraus. Gerade in der politisch und gesellschaftlich sehr bewegten Zeit zwischen Aufklärung und Romantik haben sich zahlreiche Literaten intensiv mit diesem Thema beschäftigt: Von Lessing und Herder über die Autoren des Sturm und Drang wie Gerstenberg, Lenz, Klinger und die Verfasser sogenannter «Schicksalstragödien» spannt sich der Bogen bis zu den klassischen Werken Schillers, Goethes, Kleists und den Romantikern. Sie alle haben Antworten gesucht auf die Frage nach dem Schicksal, das den Menschen irgendwo in dem weiten Raum zwischen Selbstverantwortung und Selbstverlust definiert.
Aus dem Inhalt: Lessing: Horoscop - Gerstenberg: Ugolino - Lenz: Die Soldaten, Der Hofmeister - Leisewitz: Julius von Tarent - Klinger: Die Zwillinge - Schiller: Die Räuber, Maria Stuart, Die Jungfrau von Orleans, Die Braut von Messina - Goethe: Iphigenie auf Tauris, Die Wahlverwandtschaften - Kleist: Die Familie Schroffenstein - Lillo: Fatal Curiosity - Moritz: Blunt oder Der Gast - Tieck: Karl von Berneck - Werner: Der vierundzwanzigste Februar - Brentano: Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl - Hoffmann: Das Fräulein von Scuderi.