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Literatur nach Stalins Tod

Sowjetliteratur und DDR-Literatur.- Ilja Ehrenburg, Stephan Hermlin, Erwin Strittmatter, Christa Wolf, Juri Trifonow

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Eckhard Thiele

Die Sowjetliteratur sollte maßgebend für die DDR-Literatur werden, aber in einer Hinsicht nahm diese einen deutschen Sonderweg. Nach Stalins Tod begann die langwierige Selbstbefreiung vieler sowjetischer Schriftsteller von politischer und geistiger Bevormundung. Das ging auch nach der Tauwetter-Periode weiter. Dagegen setzte sich in der DDR-Literatur erst Anfang der 70er Jahre ein Bemühen um Emanzipation durch. Nur: Die notwendige Auseinandersetzung mit dem Stalinismus, der dem DDR-Sozialismus innewohnte, unterblieb. Dieses Defizit hatte einen bleibenden Mangel der DDR-Literatur an kritischem Potential, Wahrhaftigkeit und Tiefe zur Folge. So erklärt sich, weshalb viele Autoren noch heute an längst abgelebten sozialistischen Ideen festhalten.
Aus dem Inhalt: Zwei Staatsliteraturen im Vergleich - Gedächtnis und politisches Vorurteil bei Ilja Ehrenburg - Stephan Hermlin blickt zurück - Erwin Strittmatter versucht Demontage als DDR-Schriftsteller - Christa Wolf und das Nikiforow-Syndrom - Juri Trifonows Vaterbild.