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Arbeit - Freizeit - Sozialzeit

Die Zeitstruktur des Alltags als Problem ethischer Verantwortung

Series:

Plasch Spescha

Die Untersuchung geht der sozialethischen Frage nach, wie der Alltag zeitlich strukturiert werden müsste, um die Entwicklung zu einer humaneren und gerechteren Gesellschaft zu fördern. In sozialwissen- schaftlichen und geschichtlichen Analysen wird nachgewiesen, dass die Unterteilung des Alltags in Arbeit und Freizeit ein Sinndefizit aufweist. Es fehlt ein Zeitraum, dessen Sinngehalt an der Wahrnehmung sozialer und politischer Verantwortung orientiert ist. Daraus wird der Vorschlag abgeleitet, eine Sozialzeit zu institutionalisieren. Die innere Einheit des dreigeteilten Alltags wird durch dessen Hinordnung auf die Erfahrung solidarischer Ich-Identität hergestellt, die als sittliche Grunderfahrung interpretiert und theologisch erschlossen wird. Ethische Modelle dienen der Veranschaulichung des in Gehalt und Zeitstruktur veränderten Alltags.