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«Große Musik ist tonlos»

Eine historische Darstellung der frühen philosophisch-daoistischen Musikästhetik.- Mit einem Ausblick auf die Idee der absoluten Musik in der Musikästhetik der deutschen Frühromantik

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Yimin Jiang

Die vorliegende Arbeit ist die erste systematische Studie zur (philosophischen) daoistischen Musikästhetik, einer Hauptströmung des altchinesischen Musikdenkens, die sowohl in der westlichen Musik- und Kulturforschung als auch in China selbst bisher nur wenig Beachtung gefunden hat. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Darstellung des Einflusses des (philosophischen) Daoismus auf die «Literatenmusik», die als altchinesische Kunstmusik eine bedeutende Rolle in der «Mußekultur» der Intellektuellen Altchinas gespielt hat und ebenfalls bisher nicht erschöpfend untersucht wurde. Der Epilog schließlich geht noch einen Schritt weiter, indem durch einen Versuch, das chinesische mit dem westlichen Musikdenken zu vergleichen, der Bogen zur abendländischen Kultur geschlagen wird.
Aus dem Inhalt: Die musikästhetischen Fragestellungen in den klassischen daoistischen Werken Daodejing, Zhuangzi und Frühling und Herbst des Lü Buwei - Die musik- und kulturgeschichtlichen Hintergründe der Entstehung der daoistischen Musikästhetik - Die Nachwirkungen bei Neodaoisten und Literaten Altchinas wie Ji Kang, Tao Yuanming u.a.