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Informelles Recht

Politik und Konflikt normativer Ordnungen - Zwei Fallstudien

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Emo Gotsbachner

Informelles Recht bezeichnet Mechanismen normativer Erwartungsstabilisierung, welche wenig mit dem juristischen Rechtsbild gemein haben. Zwei Fallstudien belegen ihre hohe soziale und politische Bedeutung als Instrumente gesellschaftlicher Subbereiche, sich einen gewissen Grad an Autonomie zu schaffen. Das Wiener Beispiel zeigt, daß informelles Recht staatlich garantierte Mietrechte torpediert, und identifiziert es damit als Wirkungsgrenze politischer Gestaltung. In der Studie einer grass-roots-Bewegung in Tanzania hingegen wird eine ungewohnte Form rechtlich-demokratischer Selbstbestimmung vorgestellt. Die Spannungen zwischen staatlichem und informellem Recht - ein unterbeleuchteter politischer Faktor.
Aus dem Inhalt: Informelles Recht: eine Ideengeschichte - Wohnungsablösen in Wien: Informelles Recht vs. staatliches Mietrecht - Dörfliche Demokratie in Tanzania: Die Usalama-Bewegung - Verrechtlichung und legistisches Versagen - Polynormalität.