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Die Stunde der Wahrheit

Eine pastoraltheologische Bilanz der Auseinandersetzung zwischen den Kirchen und dem kommunistischen System in Polen, der DDR, der Tschechoslowakei und Ungarn

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Johannes Gönner

Die Arbeit wurde mit dem «Friedwart Bruckhaus-Förderpreis 1994» der Hanns Martin Schleyer-Stiftung ausgezeichnet.
Das kommunistische System zeigt überall ähnliche Mechanismen des Machterhalts. Dennoch setzen sich die nationalen Eigenheiten nach Stalins Tod durch. Die historisch höchst unterschiedlich gewachsenen Varianten des Beziehungsdreiecks Gesellschaft - Kirche - Staat sind seither wieder geschichtsmächtig. Darauf baut das Spektrum kirchlicher Überlebensstrategien auf: von totaler Selbstaufgabe bis zur erfolgreichen Opposition. Besonders bereitwillig arrangieren sich theologisch konservativ orientierte Kirchenleitungen. Der Gegensatz der Position trat dabei in den Hintergrund, der ideologisch-hierarchische Denkansatz bildet die Brücke. Die Schlüsselfrage für die Kirchen im ideologiemüden Osten ist daher die Suche nach einem neuen Wahrheitsbegriff, der ideologiekritischen Anfragen standhält.
Aus dem Inhalt: Wie reagieren Christen im Osten auf das kommunistische System? - Wodurch läßt sich die Vielfalt der Reaktionsmuster erklären? - Wer von ihnen hat tatsächlich Anteil an der «Wende»? - Was ist zerstört, worauf kann aufgebaut werden? - Können die Kirchen ihre ideologisch-hierarchischen Anleihen abschütteln?