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Naivität und Lebenskunst

Die Idee der Synthese von Leben und Geist in Thomas Manns Hochstapler-Memoiren

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Sabine Appel

Gegenstand der Untersuchung ist Thomas Manns Romanfigur Felix Krull. Mit dem Hochstapler versucht der Autor, den für sein Lebenswerk konstitutiven Gegensatz von Leben und Geist auf der Grundlage einer «Metaphysik der Täuschung» zu lösen. Krull ist Nietzsches freier Geist, der jenseits von Gut und Böse einer neuen Oberfläche huldigt - « aus Tiefe». Nachgewiesen werden soll die Sonderstellung des Hochstapler-Romans als heitere Kontrafaktur fast des gesamten Werks des Autors im Blick auf eine Synthesenfindung von Leben und Geist und im Rahmen der vom Autor rezipierten Tradition.
Aus dem Inhalt: Die Konfliktbeziehung von Leben und Geist, bes. im Frühwerk Thomas Manns - Die Sonderstellung des Hochstaplers Krull als naiver Lebenskünstler im Blick auf die vom Autor rezipierte Tradition (Goethe, Nietzsche, Schopenhauer) - Vergleich des Hochstaplers mit Nietzsches Zarathustra.