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Eduard Süskind (1807-1874)

Pfarrer, Volksmann, Visionär

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Lina Benz

Die vorliegende Arbeit zeigt den Menschen Eduard Süskind im Kontext seiner Zeit. Als Sproß der schwäbischen «Ehrbarkeit» wurde er evangelischer Pfarrer und verwirklichte als Seelsorger, Schulvorstand, Vereinsgründer, Volksbildner, Abgeordneter und Landwirt soziale Vorstellungen des Frühliberalismus. In der Revolution von 1848/49 trat er für die Grundlastenablösung, eine gerechte Steuergesetzgebung und den Umbau des württembergischen Staates im Sinne der Grundrechte ein. Stets unterstützte er auch den Einheitsgedanken. Vergeblich warb er für den Verbleib des Rumpfparlamentes in Stuttgart und die Bildung einer gemeinsamen Front mit den Freiheitskämpfern in Baden und in der Pfalz. Im Wiedererstarken des Absolutismus sah er eine große Gefahr für Staat und Kirche. Verfolgt vom württembergischen Staat, verzichtete er auf sein Amt und wurde Hofbesitzer und Gutspächter, zuletzt in Westpreußen, wo er sich mit den Nationalliberalen verband. Bereit zu neuem Aufbruch, verstarb er mit 67 Jahren in Oberbayern.
Aus dem Inhalt: Kindheit und Schulzeit in Stuttgart - Seminarzeit und Universität - Der Burschenschaftler - Frühe Berufsjahre - Als Pfarrer im Fränkischen und auf der Alb - Der Vereinsmensch - Schriftstellerische Versuche - Agitator auf Kirchen- und Wahlversammlungen - Der Abgeordnete - Der Kalendermacher - Auf der Weilerhöhe - Letzte größere Arbeiten - Mensch und Natur - In Westpreußen und Oberbayern.