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Sozialismus aus christlichem Gewissen bei Georg Wünsch (1887-1964)

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Lothar Wenzel

Am Lebenswerk des Marburger Theologen Georg Wünsch soll hier die Geschichte und Wirkung der religiös-sozialistischen Bewegung dargestellt werden. Wünsch gehörte zu den führenden Vertretern des Bundes der religiösen Sozialisten zur Zeit der Weimarer Republik in Deutschland. Sein aktiver kirchenpolitischer Kampf und sein bedeutender Ansatz in dieser Bewegung machte ihn zu einem der wichtigsten theologischen Kräfte der religiösen Sozialisten. Nach einem biographischen Abriß, der die Herkunft, die Lebensumstände, den geistigen und wissenschaftlichen Kontext sowie die politischen Bemühungen Wünschs skizziert, folgt eine Analyse des religiös-sozialistischen Einflusses auf das sozialethische Denken und Engagement Wünschs, wobei die von Wünsch herausgegebene «Zeitschrift für Religion und Sozialismus» eine zentrale Rolle spielt. Der Hauptteil der Arbeit setzt sich mit der Darstellung und kritischen Würdigung von Wünschs 'Evangelischer Ethik des Politischen' auseinander, die zugleich zum Angelpunkt des politischen 'Falles Wünsch' wurde.
Der Autor: Lothar Wenzel wurde 1962 geboren. Er studierte Theologie, Musikpädagogik, Politologie und Germanistik in Frankfurt am Main. Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Haupt- und Realschulen 1987. Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien 1990. Seitdem verschiedene Lehrtätigkeiten im Schulbereich. 1994 Promotion in Religionsgeschichte am Fachbereich Evangelische Theologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main.