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Darstellung und Deutung der Moderne bei D.H. Lawrence

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Alexander Stützer

Die Arbeit untersucht Darstellung und Deutung der Moderne bei D.H. Lawrence, um der bis heute strittigen «Verortung» seines Werks neue Anstöße zu geben. Erkennbar wird schon ab 1912 ein Existenzverständnis, das wesentliche Züge des Heideggerschen Denkens vorwegnimmt: die Sicht des Menschen als stimmungsgetragenes, von den Bezügen zur Welt und den Anderen untrennbares In-der-Welt-sein, die «Kehre» zur Seinsgeschichte sowie die Kritik an Rationalismus, dem «machenschaftlichen» Umgang mit dem Lebendigen, der Technik und der modernen Kunst. Der Rang von Lawrence wird darin gesehen, «erzählte WirklichkeitWirklichkeit» geliefert zu haben, die philosophisch kohärent den experimentellen Anforderungen, die an die Literatur der Moderne gestellt werden, in eigener Weise gerecht wird.
Aus dem Inhalt: Literary Criticism und die Moderne - Funktionen «erzählter Wirklichkeit» - Distanz und Nähe in The Trespasser - «Philosophie» des Hardy-Essays - Daseinserfahrung und ihr Verfall in The Rainbow - Moderne-Kritik in Women in Love und Heidegger.