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Der Schwangerschaftsabbruch

Bewertung und Bewältigung eines Streßereignisses

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Ulrike Roppelt

Der Schwangerschaftsabbruch wird - wie kaum ein anderes Thema - in seinen ethischen, sozialen und juristischen Dimensionen äußerst kontrovers diskutiert. Eine von ideologischen Grundsätzen befreite Forschung zur Abruptio bedarf demnach einer wertfreien konzeptionellen Grundlage. Aus der Perspektive des transaktionalen Streßkonzeptes von R.S. Lazarus wagt die vorliegende Arbeit daher erneut eine eingehende Deskription zahlreicher Faktoren, die in die Bewertung und Bewältigung des Schwangerschaftsabbruchs eingehen und setzt sie miteinander in Beziehung. Welche Belastungsfaktoren haben eine besondere Bedeutung, welche Rolle spielt das soziale und berufliche Umfeld für die Verarbeitung, kann ein Schwangerschaftsabbruch als positives Ereignis empfunden werden? Diesen und anderen Fragen geht die vorliegende Studie nach, die sich auf empirische Ergebnisse und auf Protokolle halbstandardisierter Interviews stützt, die mit zwanzig Frauen aus Oberfranken durchgeführt wurden.
Aus dem Inhalt: Geschichtlicher Überblick und aktueller Forschungsstand - Die Streßtheorie von R.S. Lazarus - Be- und Entlastungsfaktoren - Bewertung des Schwangerschaftsabbruchs - Rolle des sozialen Umfeldes - Bewältigungsmaßnahmen - Schwangerschaftsabbruch als Erleichterung? - Ausgewählte Interviews in ungekürzter Abschrift.