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Vom Unendlichen zur Struktur

Modernität in Lyrik und Mathematik bei Edgar Allan Poe und Georg Cantor

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Philippe Seguin

Diese Arbeit ist ein Beitrag zum Verständnis von Umwälzungen, die sich um die Jahrhundertwende ereigneten, in der Lyrik und in der Mathematik. Da Mallarmé und Hilbert den zwischen den Elementen der lyrischen bzw. mathematischen Sprache herrschenden Beziehungen, und nicht den Elementen selbst den Vorrang gaben, soll eine parallele Genese ihrer Ideen versucht werden. Indem der Autor den Text durch von ihm selbst gewählte Beziehungen (Wortkombinationen oder Axiome) bestimmt, nimmt er die Stelle Gottes ein und trägt zum Gottesmord bei, der uns als Charakteristikum der Modernität gilt. Das Problem des Unendlichen ging dem sogenannten Formalismus voran: es hieß Romantik in der Lyrik, Transfinites in der Mathematik. Die Protagonisten dieser hier untersuchten Entwicklung heißen Poe und Cantor.
Aus dem Inhalt: Die Rolle des Unendlichen in Lyrik und Mathematik - Lyrische Theorie und mathematische Abkehr von der Anschauung - Poes und Cantors Beitrag - Der Weg zum Formalismus - Modernität und Gottesmord.