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Mission in der Industrie

Die Geschichte kirchlicher Industrie- und Sozialarbeit in Großbritannien

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Bernd Fechner

Unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs entstanden in einzelnen westeuropäischen Ländern analoge Formen kirchlicher Dienste in der Arbeitswelt. In Großbritannien entwickeln sich eigenständige Ansätze industriebezogener kirchlicher Strukturen zunächst in den Stahlwerken Sheffields und in den Dienstleistungsindustrien Süd-Londons. Von hier aus avanciert die «Industrial-Mission» seit den fünfziger Jahren geradezu zu einem nationalen und ökumenischen Exportmodell, das fortan das Selbstverständnis kirchlicher Arbeit in vielen städtisch-industriellen Regionen der Welt maßgeblich beeinflußt. In den Diskussionen der Industrial Mission verdichten sich zentrale sozialethische und missionstheologische Fragen: Ihre Ausbreitung steht für das widerspruchsreiche Bemühen um kirchliche Modernisierung, wie auch für den Versuch einer vom Evangelium her begründeten konkret-praktischen Parteinahme im Spannungsfeld betrieblicher Interessen.
Aus dem Inhalt: Entwicklung und Zielsetzung der British-Industrial Mission seit dem Zweiten Weltkrieg - Vorläufer im christlichen Sozialismus und im ökonomischen Christentum der zwanziger und dreißiger Jahre - Erste Arbeiterpfarrer und Arbeiterpriester in Sheffield und London - Kirchliche Industriearbeit als «Mission» - Ausbreitung und Diskussion der Urban-Industrial Mission in der Ökumene - Industrial Mission als «Doing Theology» - Kirchlich-gewerkschaftliche Kooperation: Thatcherismus, britischer Bergarbeiterstreik.