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Neun Tode, ein Leben- Wu Woyao (1866-1910)

Ein Erzähler der späten Qing-Zeit

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Kai Nieper

Wu Woyao, Journalist und Anhänger der gescheiterten 100-Tage-Reform, trat 1903 erstmals als Romanschriftsteller hervor und galt rasch als einer der bedeutendsten Erzähler seiner Zeit. Zwischen den Fronten von Revolution und Reaktion und vor dem Hintergrund der zerbrechenden Qing-Dynastie steht Wu zunächst in der Tradition des alten Literatenromans. Zugleich dienen ihm der utopische Verweis auf ein «konfuzianisches» Gesellschaftsideal und die moralische Instanz des qing (Gefühl) zur vehementen Kritik der klassisch geschulten Bildungselite. Damit und durch die Konsequenz seiner literarischen Selbstdarstellung steht Wu an der Schwelle zu einem modernen Literatur- und Gesellschaftsbegriff. Diese Arbeit gibt eine ausführliche Darstellung von Leben und Werk des Autors und zeichnet die Leitlinien seiner Weltsicht nach.
Aus dem Inhalt: Reformer und Boulevardjournalist - «Wu Jianren weint» - Der Anti-Amerikanische Boykott - Herausgeber bei Yueyue xiaoshuo - Textanalysen: Guaixianzhuang oder die Reflexion des Selbst - Henhai oder die Verteidigung der Gefühle - Xin shitouji oder der Traum der Kultiviertheit - Werkverzeichnis im Anhang.