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Christliches Erbe in der DDR-Literatur

Bibelrezeption und Verwendung religiöser Sprache im Werk Erwin Strittmatters und in ausgewählten Texten Christa Wolfs

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Gisela Hansen

Die Arbeit untersucht den sprachlichen Umgang mit der biblischen Überlieferung bei zwei herausragenden Repräsentanten der DDR-Literatur. Dieser überrascht insofern, als es sich bei ihnen um dezidiert marxistische Autoren handelt, und ist bisher noch kaum beachtet worden. Zunächst geht die Untersuchung den Bedingungen nach, unter denen beide diese Überlieferung aufnahmen. Für das Werk Strittmatters wird sodann ein Raster der verschiedenen Bibelzitate und -anspielungen entworfen, mit dessen Hilfe ihre Verwendung kategorisiert, im einzelnen beobachtet und ihre Funktion bestimmt wird. Da Wolfs Bibelrezeption anders geartet ist, wird ihrer Arbeitsweise in interpretierenden Gedankenreisen nachgegangen, wie sie sich aus der Thematik einzelner Werke ergeben. Ein Vergleich des Umgangs der beiden Autoren mit dem biblischen Erbe schließt die Untersuchung ab.
Aus dem Inhalt: Struktur- und sinngebende Verwendung biblischer und religiöser Elemente in Strittmatters Romanen «Ochsenkutscher», «Ole Bienkopp» und «Der Wundertäter» - Beobachtungen zur Verwendung der Elemente aus Bibel und religiöser Sprache in Wolfs «Der geteilte Himmel», «Juninachmittag», «Nachdenken über Christa T.» und «Störfall».