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Königtum im Blickpunkt

Der multiperspektivische Ansatz in Shakespeares Historienspielen "Richard II</I> und "Henry IV</I>

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Kerstin Brenninkmeijer-Schönfeld

Mit Querbezügen zur Kunstwissenschaft wird die Darstellung des Königtums in Shakespeares Richard II und Henry IV untersucht. Die verschiedenen Aspekte monarchischen Herrschens werden als zeichnerische Konstrukte sichtbar und eröffnen eine weitere Dimension des Verständnisses sowie neue Interpretationsansätze. War die Entdeckung der Zentralperspektive in der Malerei eine der entscheidenden Errungenschaften der Renaissance, die den Menschen in das Zentrum des von ihm beherrschten Raumes stellte, unterlaufen die Verzerrungen, Verschiebungen und Spiegelungen in der Kunst des Manierismus dieses Konzept. Shakespeares Spiel mit der Perspektive wird zur Metapher für bestehende und vergehende Weltordnungen.
Aus dem Inhalt: Annäherung an den Begriff der Perspektive: Linearperspektive, Multiperspektivität - Sehen und Erkennen in Richard II: Anamorphosen, die Sichtbarmachung des Unsichtbaren, der Fall Richards in das Nichts - Der absolute Fluchtpunkt - Henry IV - Vielfalt der Erscheinungswelten: Geschichtsbild in Brechungen, Spiegelungen des Königtums.