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Der Wandel des Polenbildes in der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts

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Helga B. Whiton

Die politischen Verhältnisse in Polen, besonders die Teilungen und die grossen Aufstände, haben auch in der deutschen Literatur ihren Niederschlag hinterlassen. Das polnische Volk, das bis ans Ende des 18. Jahrhunderts von den Deutschen fast ignoriert worden war, wird nun zum Symbol des politischen Märtyrertums. In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts wird es sogar zum Vorbild des Patriotismus und Heldentums erhoben. Polensympathie wird zur literarischen Mode, die aber mit der Revolution von 1848 einen jähen Abschluss findet. Die zweite Jahrhunderthälfte steht unter dem Zeichen einer zunehmenden Polenantipathie, die mit Gustav Freytag ansetzt und im historischen Roman wie auch in der Heimatliteratur der Jahrhundertwende kulminiert. Die Autorin setzt sich mit diesem auffälligen Wandel der Polensentiments in der deutschen Literatur auseinander und skizziert die politischen und kulturhistorischen Hintergründe, die dazu führten.
Aus dem Inhalt: Polen rückt ins Blickfeld - Polenbegeisterung - Nachklang und Ernüchterung - Kritischer Abstand und Polenfeindschaft.