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Die Rolle des Einflusses von J.J. Rousseau auf die Herausbildung von Hegels Jugendideal

Ein Versuch, die «dunklen Jahre» (1789-1792) der Jugendentwicklung Hegels zu erhellen

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Marco de Angelis

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Einflusses von Rousseau auf das Denken des jungen Hegel. Der Hegel-Forschung ist seit langem bekannt, daß dieser Einfluß stattgefunden hat, die genauen Modalitäten konnten bisher aber nicht rekonstruiert werden. Durch die Auswertung bisher noch nicht ausgeschöpfter Quellen ist es dem Autor gelungen, diese Lücke in der Hegel-Forschung zu schließen. Mit Hilfe der zwei zugrunde gelegten Methoden - der dialektisch-genetischen für die Jahre 1785-1788 bzw. 1792-1794 und der Schichtuntersuchung für die Jahre 1789-1792 - wurde nachgewiesen, daß der junge Hegel in den ersten vier Jahren seines Tübinger Studiums Rousseaus natürliche Welt- und Menschenauffassung rezipiert hat. Da Hegel diese Auffassung in seiner weiteren Entwicklung zur Grundlage seines Systems macht, erweisen sich die zwei kombinierten Methoden als geeignet, die verborgene Bedeutung seiner Philosophie ans Licht zu bringen.
Aus dem Inhalt: Hegels geistige Entwicklung in den Jahren 1785-1788 und 1792/93-1794 - Die Tübinger Specimina - Die Rezeption von Kants praktischer Philosophie im Stift - Hegels geistige Entwicklung in den Jahren 1789-1792 - Die Philosophie Rousseaus - Die weitere geistige Entwicklung Hegels ab 1794 - Die Anwesenheit Rousseaus in Hegels Philosphie.