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Die Kunst zu leben oder Die Natur weiß nichts von Idealen

Eine Untersuchung zur Grundhaltung der Mäßigung in Werk und Leben Christoph Martin Wielands

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Klaus Nolting and Universität Münster

In der chronologischen Nachzeichnung des Wechselspiels von innerer und äußerer Biographie versucht diese Darstellung die universal gefaßte Idee der Mäßigung als das eigentliche, Denken und Handeln Wielands begründende erkenntnistheoretische Substrat herauszustellen. Es entsteht das Portrait eines Künstlers und Philosophen, dessen persönlicher Freiheitskampf den ersten Aufbruch Europas zu demokratischer Selbstbestimmung spiegelt. Erst durch die Reduktion und Vermittlung seiner ideellen und säkularen Bedürfnisse gelingt Wieland die Erziehung seiner selbst zur angstfreien intellektuellen Autonomie, ein pädagogischer Erfolg, der ihn zu einem der Initiatoren und zugleich paradigmatischen Vertreter der deutschen Aufklärung werden ließ.
Aus dem Inhalt: Mäßigung im Spannungsfeld von Sein und Sollen - Antike Wahlverwandtschaften - Freiheit und bürgerliche Ordnung - Selbsterziehung zwischen den Extremen - Materielle und ideelle Mäßigung - Politische und theologische Konsequenzen - Juristisches und philosophisches Recht - Mäßigung und Metaphysik im Spätwerk.