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Identität in Krisen

Selbstverständigungen und Selbstverständnisse der Philosophie in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945

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Martina Plümacher

Ist Philosophie eine Wissenschaft? Welchen Status hat ihr Wissen und das Philosophieren gegenüber den 'positiven' Wissenschaften? Fragen nach der Rolle der Philosophie im universitären Lehr- und Forschungszusammenhang und ihrem Verhältnis gegenüber den empirischen Wissenschaften sind seit Anfang des 19. Jahrhunderts ins Zentrum der philosophischen Identitätsbestimmung gerückt. Diese Studie verfolgt die Selbstverständnisdiskussion der Philosophie in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 in einer Auseinandersetzung mit philosophiehistorischen Traditionen sowie bildungs- und wissenschaftspolitischen Zielsetzungen und wissenschaftstheoretischen Debatten. Sie verdeutlicht, daß Probleme der Identitätsbestimmung wesentlich aus philosophischen Problemen mit der Konzeption empirischer Wissenschaft erwachsen.
Aus dem Inhalt: Philosophische Identitätsfindung im Spannungsverhältnis zwischen neuhumanistischem Bildungsverständnis, Wissenschafts- und Philosophieideal des Deutschen Idealismus sowie der auf Abgrenzung gegenüber empirischer Naturwissenschaft bedachten Philosophie der Geisteswissenschaften - Wandlung der Zielsetzungen im Zuge der wissenschaftlich-technischen Revolution - Positivismusstreit - Annäherungen zwischen geisteswissenschaftlich-hermeneutischer und analytisch-wissenschaftstheoretischer Philosophie - Probleme philosophischer Identitätsbestimmung.