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Interaktionen zwischen Philosophie und empirischen Wissenschaften

Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte zwischen Francis Bacon und Ernst Cassirer

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Hans Jörg Sandkühler

Der Titel des Buches ist programmatisch und enthält eine provokante These: Es gab und gibt, allen Dementis zum Trotz, Interaktionen zwischen Philosophie und empirischen und experimentellen Wissenschaften. Helmholtz' Mahnung war nicht das letzte Wort: «Die Naturforscher wurden von den Philosophen der Borniertheit geziehen; diese von jenen der Sinnlosigkeit.» Auf die Frage, ob Kooperationen gelungen oder Konkurrenzen mißglückt sind, bietet dieser Band Antworten aus Binnenperspektiven sowohl der Philosophie als auch einzelner Natur- und Geisteswissenschaften, - Antworten im fragenden Umgang mit Bacon, Hobbes, Descartes und Spinoza, mit Kant und den ihm zwar nach- aber kaum folgenden Fichte und Schelling und Hegel, mit Comte, Feuerbach und Marx, Joh. Müller, Helmholtz, Peirce, Cassirer und Neurath... Die Beiträge sind dem heute notwendigen Programm verpflichtet, in dem sich die Philosophie und die Wissenschaften, die Wissenschaftsgeschichte und die Philosophiegeschichte in gemeinsamer Arbeit begegnen.
Aus dem Inhalt: Philosophy and the natural sciences - Bacons Philosophie der Forschung - Metaphysik und Physik im cartesianischen Zeitalter - Kant über mathematische Naturerkenntnis - Spekulation und empirische Wissenschaften in Schellings Naturphilosophie - Hegels Wissenschaftskonzept in der Enzyklopädie -'Physique sociale': Die Naturwissenschaft und die Fundierung der 'Philosophie positive' bei Comte - Energiekonzepte und Vitalismus nach Johannes Müller - Philosophische Argumente in empirischer Wissenschaft. Das Beispiel Helmholtz - Ontologischer Status der Empirie bei Ludwig Feuerbach - Die naturwissenschaftlichen Studien von Marx - Der semiotische Pragmatizismus von Peirce - Otto Neurath oder die Unmöglichkeit einer 'privaten Sprache' - Weltbildtransformationen von Bacon bis Cassirer.