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Untersuchung zur Überlieferung und Eigenart der merowingischen Kapitularien

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Ingrid Woll

Die merowingischen Kapitularien - darunter verstehen wir Zusammenstellungen von (Rechts-) Verfügungen, (Verwaltungs-) Anordnungen und Ermahnungen einzelner merowingischer Herrscher - zählen zu den bedeutendsten Schriftquellen für das Frankenreich des 6. und 7. Jahrhunderts. Diese Studie bemüht sich nun erstmals, die in ihrer Erscheinungsform sehr disparaten Texte - es sind 7 an der Zahl sowie weitere kapitularienähnliche Dokumente - als Ganzes auf ihre Form und Struktur hin zu analysieren. Voraussetzung hierfür war zunächst eine Bewertung der handschriftlichen Überlieferung. Eine Untersuchung inhaltlicher Aspekte und des Formelschatzes erbrachte wertvolle Aufschlüsse hinsichtlich Entstehungsprozeß und Funktion dieser Quellengattung. Hiervon ausgehend wird die Zuschreibung und Datierung der einzelnen Texte nochmals eingehend diskutiert. Bei einer Durchsicht der relevanten Schriftquellen fanden sich zahlreiche Hinweise auf eine rege Gesetzgebungstätigkeit, die erahnen lassen, daß mit den erhaltenen Texten lediglich ein Bruchteil des tatsächlichen Bestandes auf uns gekommen ist.
Aus dem Inhalt: Zuschreibung und Datierung der Texte - Bewertung der handschriftlichen Überlieferung - Analyse von Formen und Inhalten, Entstehung, Funktion und Rechtscharakter, kapitularienähnliche Dokumente - Hinweise auf Gesetzgebungsakte der Merowinger in den zeitgenössischen Schriftquellen.