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Die «Cassonebilder» des Piero di Cosimo

Fragen der Ikonographie

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Uwe Bischoff

Vasaris Urteil über Piero di Cosimo: ein verschrobener, überaus einfallsreicher Phantast. Die in dieser Studie untersuchten mythologischen Werke des Malers scheinen dies im ersten Moment zu bestätigen; eine sachlichere Bewertung der 'Extravaganz' der Sujets ergibt sich indes im Blick auf ihre oft recht komplexen literarischen Quellen. Diskutiert werden verschiedene Probleme der Ikonographie - u.a. auch die in jüngster Zeit vertretene Deutung der für Filippo Strozzi il Giovane gemalten Befreiung der Andromeda (Uffizien) als Allegorie auf die 1512 erfolgte Restauration der Medici-Herrschaft in Florenz. Auf der Grundlage biographischer Fakten wird demgegenüber die Möglichkeit eines Bezugs des Auftrags zur Eheschließung Filippos mit Clarice de'Medici (1509/10) erwogen.
Aus dem Inhalt: Venus und Mars, Der Tod der Procris: Zum 'rhetorischen' Charakter der Darstellungen - Boccaccios Ausführungen über Epimetheus, Prometheus und Pandora in den Genealogie deorum gentilium als Quelle der Szenen aus der Prometheussage - Der Auftraggeber der Befreiung der Andromeda: Filippo Strozzi d.J., seine Heirat mit Clarice de'Medici - Zur vermeintlichen politischen Symbolik der Andromedatafel.