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Hemisphärenunterschiede, Emotion und bilaterale elektrodermale Aktivität

Experimentelle Untersuchungen zur Lateralisation emotionsbegleitender elektrodermaler Reaktion

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Jürgen Kayser

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Annahme einer funktionellen Hemisphärenspezialisierung für emotionale Prozesse und der Versuch, derartige Hemisphärenunterschiede anhand peripher-physiologischer Aktivierungsindikatoren aufzuzeigen. Hierzu wurden in fünf Experimenten Reize mit variierendem emotionalen Bedeutungsgehalt selektiv den Hemisphären dargeboten und gleichzeitig die Hautaktivität an beiden Händen gemessen. Mit diesem kombinierten Untersuchungsansatz sollte geprüft werden, ob sich weitere Evidenz für eine stärkere Beteiligung der rechten Hemisphäre an emotionalen Prozessen finden läßt. Gleichzeitig wurde die Frage behandelt, ob die elektrodermale Aktivität einem asymmetrischen kortikalen Einfluß unterliegt, und in welcher Weise sich dieser Einfluß gegebenenfalls auswirkt (erregend oder hemmend, ipsi- oder kontralateral).
Aus dem Inhalt: Modelle zur Lateralisation von Emotionen - Asymmetrische kortikale Kontrolle kardiovaskulärer und elektrodermaler Phänomene - Bilaterale EDA bei lateralisierter emotionaler Reizung - Intra- und interindividuelle Differenzen: Expositionszeit, Verarbeitungsstrategie und Ängstlichkeit als Moderatorvariablen.