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Der Literarisierungsprozeß der Volksaufklärung des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts

Dargestellt anhand der Volksschriften von Schlosser, Rochow, Becker, Salzmann und Hebel- Mit einer aktualisierten Bibliographie der Volksaufklärungsschriften

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Annegret Völpel

Die germanistische Studie stellt literaturgeschichtliche Ursprünge und Entwicklungsgrundzüge der Literatur der deutschen Volksaufklärung vor. Im Zusammenhang der Ausweitung des literarischen Marktes diente die Volksaufklärungsliteratur einer Publikumserweiterung in bezug auf ländliche Leserschichten; die Hauptfunktion dieser Texte bestand in der Popularisierung der Aufklärung mittels einer Bildungsreform. Nachgezeichnet wird ein Themen-, Formen- und Funktionswandel dieser Literatur, der auf einer zunehmend als notwendig erkannten adressatenspezifischen Lesestoffgestaltung beruhte. Anhand repräsentativer Werke von Schlosser, Rochow, Becker, Salzmann und Hebel wird die Entwicklung der Volksaufklärungsliteratur in einem Spannungsverhältnis von literaturhistorischen Tradierungen und Innovationen beschrieben.
Aus dem Inhalt: Beginnende Fiktionalisierung - Etablierung des weltlichen Lesebuchs - Aufklärerische Rezeption älterer Volksschriften - Ein veredeltes Volksbuchimitat; volksaufklärerische Theoriebildung - Ablösung der Sokratik durch die Erzählmethode; beginnende literarische Einbindung der Erzähltheorie - Volkstümlich aufklärende, selbstreflexive Erzählkunst.