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Der «style indirect libre» in den Romanen Edmond Durantys

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Johannes van de Locht

Die Entwicklung von Wissenschaft und Technik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bedingt eine Verdrängung traditioneller, vermeintlich objektiver Wahrnehmungsschemata, die sich in der Malerei dieser Zeit im Impressionismus niederschlägt, seitens der literarischen Kunstproduktion in einer dezidiert personalen Erzählweise. In diesem Kontext avanciert der style indirect libre für die Narrativik zwischen Flaubert und Zola zu einem verbreiteten Mittel des Darstellens. Die Studie erforscht - sprach- und literaturwissenschaftliche Fragestellungen miteinander verknüpfend - alle relevanten Aspekte dieser Ausdrucksform für einen von Zola hochgeschätzten, insgesamt jedoch bis heute weitgehend verkannten Schriftsteller, Literatur- und Kunstkritiker: Edmond Duranty (1833-1880).
Aus dem Inhalt: Style indirect libre und europäische Geistesgeschichte - Sprachlich-formale und literarisch-psychologische Merkmale - Figurenbeeinflußte Erzählerrede - Der style indirect libre im Kontext anderer Darstellungsmittel - Der Aspekt des chorischen Sprechens - Die ästhetische Konzeption Durantys - Ein Exkurs: Elemente auktorialer Erzählweise.