Show Less
Restricted access

Rekonstruktion der Geschichte

Eine literaturwissenschaftliche Analyse von Eduardo Galeanos- "Memoria del Fuego</I>

Series:

Raquel Garcia de Sanjurjo

An der verschwommenen Grenze zwischen Fiktivem und Nichtfiktivem liegend, einzigartig unter den literarischen und historiographischen Werken Lateinamerikas, ist die Trilogie Memoria del fuego (1982-1986; dt. Erinnerung an das Feuer, 1983-1988) des Uruguayers Eduardo Galeano bis heute kaum untersucht worden. Ziel dieser Arbeit ist die literaturwissenschaftliche Beschreibung und Einordnung dieses Werks. Es wird in seinen sprachlichen und inhaltlichen Eigenschaften und in seiner Bedeutung vor dem Hintergrund der Geschichtsschreibung über Lateinamerika sowie im Zusammenhang des gesamten Werks des Autors analysiert. So entsteht die Erzählwelt Galeanos als eine bipolare Neumythifizierung der Vergangenheit und der Gegenwart.
Aus dem Inhalt: Konzeption, Entstehung und Beschreibung des Werks - Vergleich mit dem Canto General von Pablo Neruda und dem geschichtswissenschaftlichen Standardwerk von Tulio Halperin Donghi - Verfahren der Ent- und der Neumythifizierung der Geschichte bei Galeano - Eine Epik der Grenzüberschreitungen - Kontrastierung mit dem traditionellen Epos - Der Erzähler - Zeitlichkeit und Tempora - Ausführliche Bibliographie, Biographie und aktuelle Äußerungen des Autors.