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Fortbewegungsverben in Luthers Übersetzung des Neuen Testaments

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Christine Funk

Die Arbeit ist eine semantisch-syntaktische Untersuchung verbaler Bezeichnungen für die Fortbewegung in den vier Evangelien und der Apostelgeschichte der Bibelübersetzung Luthers von 1546. Um Anhaltspunkte für einen diachronen Sprachvergleich des Fortbewegungswortschatzes zu gewinnen, werden neben den Luthertexten die griechischen und lateinischen Übersetzungsgrundlagen herangezogen, sowie die entsprechenden Texte aus je einer vorlutherischen ober- und niederdeutschen Bibel. Die Analyse ergibt u.a., daß die Lutherbibel im zugrundegelegten Korpus doppelt soviele Verballexeme zur Fortbewegungsbeschreibung wie die zum Vergleich herangezogenen vorlutherischen Texte enthält. Außerdem ist zu erkennen, daß Luther genauer zwischen der Fortbewegung in der Nähe und Ferne, verschiedenen Phasen der Fortbewegung und der Bewegung unterschiedlicher Subjekte unterscheidet. Die Ausdrucksmöglichkeiten der Lutherbibel sind durch die Nutzung verschiedenartiger Wortbildungsstrukturen, vor allem durch Komposition mit Partikeln und Doppelpartikeln vervielfacht.
Aus dem Inhalt: Der Fortbewegungswortschatz in der Bibelübersetzung Luthers - Vergleich mit früheren Übersetzungen.