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Die musikalisch-poetischen Renaissancebestrebungen des 16. Jahrhunderts in Frankreich und ihre Bedeutung für die Entwicklung einer nationalen französischen Musiktradition

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Manuel Gervink

Diese Arbeit wurde mit dem Akademiepreis der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften in Düsseldorf ausgezeichnet. Die Renaissancebestrebungen in der Musikgeschichte einzelner Länder lassen sich in der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert im Verbund mit einer Neuorientierung der Künste und Wissenschaften erkennen. Dabei gilt auch für Frankreich, was für die anderen europäischen Länder festgestellt werden kann: All das, was man gemeinhin unter «Humanismus» und «Renaissance» versteht, ist stets ein komplexes Netzwerk aus eigener und fremder Tradition, Art und Gewicht der Antikenrezeption, Besinnung auf die menschliche Individualität und den politisch-gesellschaftlichen Möglichkeiten einer neuartigen Kulturentfaltung. Hieraus ergibt sich ein Beziehungsgefüge unterschiedlicher thematischer Bereiche, die sowohl für sich wie auch auf ihr Zusammenwirken im Gesamtkomplex der französischen Renaissancemusik überprüft werden.
Aus dem Inhalt: Die Musik in den französischen Poetiken des 16. Jahrhunderts - Jean-Antoine de Baïfs «Académie de poésie et de musique» - Französische und italienische Musiktheorie im 16. Jahrhundert - Die französische Chanson - Wechselwirkungen mit den Nachbarländern.