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Das Ordnungsdenken bei Giambattista Vico

als philosophische Anthropologie, Kulturentstehungstheorie, soziale Ordnung und politische Ethik

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Peter G. Pandimakil

In seiner politischen Philosophie meint Kant: jede Ordnung ist besser als gar keine. Vico versteht Ordnung als ein autopoietisches System. Darum sucht er nach immanenten Ordnungen. Er will zeigen, wie sie entstehen und wie sie bleiben. Selbstregulation ist das Grundprizip auch in der Barbarei. Vico überträgt die natürliche Ordnung und Zweckmäßigkeit auf die Entwicklung der menschlichen Geschichte. Diese vollzieht sich ohne das Wissen und oft gegen die Pläne des Menschen. Ihr Zweck ist die Erhaltung des Menschengeschlechts. Die Mittel dafür sind die Leidenschaften. Ordnungswidrige Elemente wirken zusammen und schaffen eine Ordnung. Dabei schreibt Vico die Produktivität des menschlichen Geistes der Einbildungskraft zu. Ihre Funktion im Prozeß des menschlichen Verhaltens und Denkens beschreibt sein Meisterwerk Scienza nuova. Vico ist ein einfallsreicher Gewährsmann des symbolischen Pragmatismus.
Aus dem Inhalt: Das Ordnungsdenken bei Giambattista Vico: als Kulturentstehungstheorie, philosophische Anthropologie, soziale Ordnung und politische Ethik.