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Xenismen

Die Nachahmung fremder Sprachen

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Wolfgang Moser

Die Erfahrung von Fremdheit beruht auf geringer Vertrautheit. Wenn durch Annäherung an eine anderssprachige Norm sprachliche Elemente ihre vertraute Form oder Position im Text verlieren, entstehen Xenismen. Der erste Teil ist der Analyse von Sprachstrukturen gewidmet, um zu zeigen, welches Wissen über andere Sprachen zu deren Nachahmung verwendet wird und daß die Möglichkeit zu Xenismen unmittelbar von den Eigenheiten sowohl der imitierten Sprache als auch der Sprache, in der imitiert wird, abhängt. Im semiotischen Teil werden die Ikonizität, die Sprachfunktionen und die Konnotation von Xenismen erörtert. An jedes Kapitel schließen sich zahlreiche Beispiele an (die Comic-Serie Asterix, die Übersetzungen des Romans Der brave Soldat Švejk, Werbetexte, Völker- und Personennamen).
Aus dem Inhalt: Der Begriff Xenismus - Die bekannte und wiedererkennbare Fremdheit - Xenismen als Normkontamination: eine Typologie sprachlicher Xenismen bei Asterix - Der Xenismus als interlinguales Phänomen: die Kombination von imitierter Sprache, Ausgangs- und Zielsprache in den Übersetzungen von Der brave Soldat Švejk - Xenismen als ikonische Zeichen: sprachimitierende Glotto- und Ethynonyme - Die Sprachfunktionen von Xenismen in der Werbesprache - Xenismen und ethnische Konnotationen bei fremdsprachigen Personennamen.