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Performing Bodies

Überschreitungen der Geschlechtergrenzen im Theater der Avantgarde

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Ralph J. Poole

Der Autor stellt eine Re-Vision theatralischer Werke der französischen und amerikanischen Avantgarde der Moderne und Postmoderne zur Diskussion. Schon bei den frühen Avantgardisten des ausgehenden 19. Jh. zeichnet sich ein performativer Textbegriff ab, der das Verhältnis zwischen Körper und Sprache reflektiert. Am radikalsten manifestiert sich dieses dekonstruktive Textverständnis in einer Auflösung der Geschlechtergrenzen. Problematisch jedoch scheint die Tendenz, daß marginale Kunstwerke von der angeblich pluralistisch-postmodernen Gesellschaft absorbiert werden. Aber gerade das subversiv performative Spiel der gegenwärtigen künstlerischen Avantgarde mit dem gender-Begriff vermag Mechanismen autoritärer, hierarchisierender Festschreibungen aufzudecken.
Aus dem Inhalt: Moderne-Postmoderne-Avantgarde - Marginalität und Kanonisierung - Theater der Avantgarde in Frankreich: Alfred Jarry - Guillaume Apollinaire - Tristan Tzara - André Breton - Antonin Artaud - Avantgarde in Amerika: Gertrude Stein - Richard Foreman - Robert Wilson - Kathy Acker - Transgressionen der Geschlechterdifferenz - Homo/Heterosexualität - Transvestismus - Performativität - Text/Körper.