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Mutter-Tochter-Beziehungen in der US-amerikanischen Literatur

Eine interkulturelle Untersuchung

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Petra Krimphove

Die Mutter-Tochter-Beziehung hat sich in der feministischen Forschung und Literatur zu einem Interessenschwerpunkt entwickelt. Während insbesondere die feministische Psychoanalyse weiterhin auf den Strukturen der intakten westlichen Kernfamilie aufbaut, zeichnen zeitgenössische US-amerikanische Autorinnen ein realistischeres und heterogeneres Bild weiblicher Lebenszusammenhänge und thematisieren die Krise der modernen Familie und die kulturelle Vielfalt der amerikanischen Gesellschaft. Diese Studie untersucht fünf solcher Werke: Mona Simpsons Anywhere But Here, Barbara Kingsolvers The Bean Tree, Maxine Hong Kingstons The Woman Warrior sowie Amy Tans The Joy Luck Club und The Kitchen God's Wife. Anhand der Gegenüberstellung anglo-amerikanischer und chinesisch-amerikanischer Romane wird aufgezeigt, in welch komplexe ethnische und soziale Zusammenhänge die Mutter-Tochter-Beziehung eingebettet ist und welchen Einfluß diese von der Theorie vernachlässigten Kategorien auf die weibliche Identitätsentwicklung besitzen.