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Die Literaturform Reiseführer im 19. und 20. Jahrhundert

Untersuchungen am Beispiel des Rheins

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Ulrike Pretzel

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts entstand die neue Textsorte der Reiseführer. Es werden Beobachtungen zu den textsortenspezifischen Charakteristika sowie zu Stil und Semantik der neuen Fachsprache gemacht. Grundlage dafür sind ältere Reiseführertexte. Wegen des früh einsetzenden Tourismus am Rhein eignet sich die «Rheinreise» dazu besonders. Die Textveränderungen bis zu den heutigen Reiseführern spiegeln die Wandlungen in Reiseleben und Reisekultur, bei den Reisenden und ihrem Wahrnehmungsverhalten. Es zeigt sich die Wichtigkeit der Textsorte für die Entstehung von Klischees. Der Einfluß des äußeren Rahmens der Politik, Soziologie, Wirtschaft und Technik auf die Reiseführerinhalte beweist die besondere Dynamik der Textsorte und ihren Wert für eine kulturgeschichtliche Auswertung.
Aus dem Inhalt: «Mit dem Baedeker in der Hand» - Rheinromantik und Reiselust - Neue Reisemöglichkeiten auf neuen Verkehrswegen wie Dampfschiff und Eisenbahn - Bürgerliche Reisende als Zielgruppe für eine neue Textsorte - Die «Reiseführung» durch sprachliche und grafische Erzeugung von Vorstellungsräumen.