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Schutz kindlicher Zeugen im Strafverfahren durch audiovisuelle Medien

Ein Beitrag zur Videographie von Vernehmungen

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Elke H. Mildenberger

In der BRD wurde der Schutz kindlicher Opfer bzw. Zeugen im Strafverfahren durch «Videographie von Vernehmungen» bis Anfang der 90er Jahre kaum thematisiert. Es wurde nicht erkannt, daß kindliche Zeugen mit Hilfe moderner Medien vor den potentiellen Belastungen des Strafverfahrens optimal und effektiv geschützt werden können. Audiovisuelle Medien sind nicht nur geeignet, die Qualität der kindlichen Zeugenaussagen erheblich zu steigern, sondern auch den betroffenen Kindern, die dies wünschen, ein erneutes Auftreten im Gerichtssaal zu ersparen. Die Videotechnik ist mit den bestehenden strafprozessualen Bestimmungen vereinbar. Videokonserven ermöglichen außerdem ein grundsätzliches Fernbleiben des Kindes von der Hauptverhandlung ohne Preisgabe der rechtsstaatlichen Strukturen des Strafverfahrens.
Aus dem Inhalt: Kinderzeugenschutz durch videographische Vernehmungsdokumentation - Stellung und Situation kindlicher Opfer und Zeugen vor Gericht - Die opferschonendere Gestaltung des Strafverfahrens - Alternative Techniken im amerikanischen, englischen und österreichischen Strafverfahren - Einführung von Videokonserven vorgerichtlicher Vernehmungen als Beweismittel nach deutschem Strafprozeßrecht de lege lata - Sekundärpräventiver Opferschutz mittels Videoaufzeichnungen: Reformansätze.